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OKRs im Alltag – Execution is everything

OKRs im Alltag – Execution is everything

Das zweite Quartal beginnt und damit auch die Umsetzung neuer Objectives und Key Results. Jetzt geht es darum, die Ergebnisse der letzten Retrospektive praktisch anzuwenden. Nehmen wir an, das Review und die Retrospektive des ersten Quartals haben folgendes ergeben:

Ergebnisse einer Retrospektive

  • die KRs wurde maximal zu 20% erreicht
  • wir haben unsere Objectives nach dem Aufstellen aus den Augen verloren
  • die Objectives waren die richtigen und wichtigen Themen
  • Team-OKRs hingen auf Plakaten im Büro
  • Persönliche OKRs gab es nur im Wiki

Aufstellung top, Ausführung Flop?

Eine Erklärung für solche Ergebnisse kann sein, dass sich das Unternehmen die richtigen Objectives aufgestellt hat, sie auch gut auf Teams und Mitarbeiter herunter gebrochen hat, die Mitarbeiter aber ihre eigenen OKRs im Verlauf des Quartals dann nicht präsent hatten und nicht mehr fokussiert an deren Erreichung gearbeitet haben. Dieses Phänomen tritt insbesondere dann auf, wenn für die Aufstellung der OKRs ein gutes Vorgehen vorliegt, für die Ausführung jedoch noch nicht. Dann steht schnell die Frage im Raum: Was bringen uns OKRs eigentlich? In dem Fall eine berechtigte Frage.

Fokus setzen, Fokus halten

Bei Objectives und Key Results geht es um einen klaren Fokus. Während das Team OKRs aufstellt, einigt es sich auf die wichtigsten Themen für das anstehende Quartal. In diesen Workshops wird der Fokus diskutiert, vereinbart und gesetzt. Doch der anspruchvollste Teil beginnt damit erst. Anschließend geht es die nächsten drei Monate darum, dieses Fokus beizubehalten. So ist es Aufgabe des gesamten Teams darauf zu achten, dass jede Woche an Aufgaben gearbeitet wird, welche zu Fortschritten bei den Key Results der Team-OKRs führen. Das bedeutet jede Woche aufs Neue eine kritische Auseinandersetzung mit der Frage „Was machen wir und was lassen wir?“. Wöchentliche, klar strukturierte und kompakte Team-Besprechungen sind dafür essentiell.

Auch für den einzelnen Mitarbeiter stellen sich jede Woche wieder ähnliche Fragen. Was kann ich ganz persönlich dafür machen, dass ich diese Woche Fortschritte bei den Key Results erziele? Ein guter Rhythmus ist die Arbeitswoche mit dieser Frage zu starten. Die Antwort darauf kann eine Liste mit konkreten Maßnahmen sein, die der Mitarbeiter in dieser Woche angehen wird, um seine OKRs voranzubringen. Im Anschluss ist der Weg für die Woche klar und jeden einzelnen Tag wird daran gearbeitet.

OKRs visualisieren

Persönlichen OKRs kann ich auf verschiedenen Wegen im Blick behalten. Wöchentliche Routinen wie Monday-Checkins sind ein hervorragender Start. Solche Routinen werden mit der Zeit mehr und mehr automatisiert und gehören schließlich zum normalen Wochenablauf. Für den Alltag ist es darüber hinaus hilfreich, wenn ich mir meine eigenen OKRs oft vor Augen halte – und das ist durchaus wortwörtlich gemeint. Ein kurzer Blick am Morgen auf meinen persönlichen Objectives unterstützt mich dabei, meinen Fokus klar zu sehen. Ob die OKRs dabei ausgedruckt neben dem Monitor hängen, als Startseite in meinem Browser sind oder in meiner Lieblings-OKR-App liegen, spielt letztendlich keine Rolle. Wichtig ist, dass ich eine klare Visualisierung meiner OKRs sehe – und das häufig.

 

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