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Objectives und Key Results (OKR) ist ein Framework zum Setzen und Erreichen von Zielen. Es besteht aus inspirierenden Zielen, den Objectives, und klar messbaren Ergebnissen, den Key Results. Ein Beispiel eines OKR eines Software-Unternehmens:

Objective: Wir bringen Version 2 unserer Software erfolgreich auf den Markt
Key Result 1: 5000 Neuregistrierungen
Key Result 2: Uptime gesteigert von 96% auf 99%
Key Result 3: Verhältnis von Probeabo zu Registrierungen steigt von 12% auf 30%

Ein OKR stellen wir für einen festgelegten Zeitraum von meistens 3 Monaten auf. Innerhalb dieser Zeit arbeitet das Unternehmen fokussiert auf die Erreichung des OKR hin.

Um den Fokus des Unternehmens zu erreichen, ist die Mitarbeit von allen erforderlich. Daher werden OKR auf allen Ebenen aufgestellt: Unternehmens-OKR, Bereichs-OKR, Team-OKR, persönliche OKR.

Das O aus OKR: Objectives

Objectives geben die Richtung vor
Objectives geben die Richtung vor

Objectives beantworten die Frage „Was wollen wir erreichen?„. Mit den Objectives wird eine Mini-Vision für die nächsten 3 Monate aufgestellt. Das Objectives beschreibt rein qualitativ, was sich am Ende der 3 Monate verändert haben wird. Es wird so aufgestellt, dass es für alle Beteiligten inspirierend und motivierend ist. Zugleich ist es ambitioniert formuliert.

Um den Fokus zu wahren, werden jeweils maximal 5 Objectives pro Quartal aufgestellt. Dadurch verfügt z.B. das ganze Unternehmen über max. 5 Objectives, der Bereich Marketing über max. 5 weitere Objectives, das Team Controlling über max. 5 weitere Objectives, usw.

Das KR aus OKR: Key Results

Key Results beantworten die Frage „Woher wissen wir, dass wir unser Objective erreicht haben?„. Bei Key Results geht es um eine quantitative Messung der Ergebnisse. Dabei ist wichtig, dass diese Ergebnisse objektiv messbar sind. Weiterhin sollen Key Results als Stretch Goals formuliert werden. Das bedeutet, die angestrebte Höhe der Zielgröße ist herausfordernd gesetzt. Wenn das Unternehmen im obigen Beispiel davon ausgeht, dass es 3000 Neuregistrierungen ohne Schwierigkeiten schaffen kann, dann versucht es mit einem Stretch Goal mehr aus herauszuholen. Deswegen setzt es sich sein Ziel deutlich höher, auf 5000 Neuregistrierungen. Dies wäre dann ein Ziel, welches nur durch große Anstrengungen zu erreichen ist und damit ein herausfordernden Key Result.

Key Results beschreiben das gewünschte Endergebnis, nicht den Weg dorthin. Es werden keine Meilensteine, ToDos, Arbeitsschritte oder Arbeitspakete im Key Result angegeben. Statt dessen steht im Key Result, welches Ergebnis erreicht werden soll, welche Kennzahl sich verändert, was mit der Arbeit bezweckt wird.

Auch bei den Key Results wahren wir den Fokus gewahrt. Daher definieren wir pro Objective maximal 5 Key Results.

Der Nutzen von OKR

Für Unternehmen unterschiedlicher Größenordnung stehen verschiedene Nutzen von OKR im Fokus (siehe auch hier). Generell werden mit Objectives und Key Results eine klare Ausrichtung aller MitarbeiterInnen im Unternehmen, mehr Fokus, mehr Mitbestimmung und Autonomie, eine höhere Transparenz von Zielen sowie mehr Innovationen und Weiterentwicklung erreicht.

Ausrichtung des ganzen Unternehmens

Ausrichtung des Unternehmens mit OKR
Ausrichtung des Unternehmens

Das ganze Unternehmen richtet sich den OKR des Unternehmens aus. Jeder Bereich fokussiert sich in seiner Weise darauf, dass die Ziele des Unternehmens Realität werden. Dazu stellt sich jeder Bereich eigene OKR auf, die das Unternehmens-OKR bestmöglich unterstützen. so würde der Bereich Marketing das Unternehmen hiermit unterstützen:

Objective: Mit höherer Effizienz sorgen wir für mehr Kunden
Key Result 1: Cost-per-User von 17 auf 8 Euro gesenkt
Key Result 2: Retargeting bringt 2000 Neuregistrierungen
Key Result 3: NPS von steigt von 12 auf 17

Die Verbindung zum Unternehmen ist im Key Result 2 sehr deutlich, da dort ebenfalls die Neuregistrierungen genannt sind.

Fokus

Die Begrenzung der Anzahl von Objectives und auch von Key Results stellt sicher, dass der Fokus auf die wichtigsten Ziele gehalten wird. Daraus ergibt sich, dass das Unternehmen zu bestimmten Themen klar ‚Ja‘ sagt, zu anderen Themen aber auch klar ‚Nein‘ sagt. Denn auch wenn es verlockend ist, sind die Mittel stets begrenzt. Zudem ist es für die tägliche Arbeit jeder und jedes Einzelnen förderlich, wenn eindeutig ist, welche Themen für ihn, sein Team und sein Unternehmen in diesem Quartal wichtig sind.

Mitbestimmung und Autonomie

Autonome Teams sind effizienter und innovativer mit OKR
Autonome Teams sind effizienter und innovativer

Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter stellt seine persönlichen OKR selbstständig auf. Niemand gibt sie ihr an oder kontrolliert ihre Ziele. Er selbst wählt aus, wie er die Ziele seines Teams mit seinen Kenntnissen und Fähigkeiten am besten umsetzen kann. Dadurch erhält jeder Einzelne die Chance sich Ziele zu setzen, die ihn intrinsisch motivieren bzw. zumindest internaler motivieren. Er kann autonom über seine eigenen Ziele und die Art, wie er diese umsetzt, bestimmen.

Beim Aufstellen der Ziele auf Teamebene sind alle aus dem Team dabei. In einem gemeinsamen Workshop legen alle Teammitglieder die OKR für das kommende Quartal fest. Jede/r MitarbeiterIn erhält dadurch ein Mitspracherecht und erlebt selbst, wie die Ziele zustande kommen und welche Gedanken dahinter stehen.

Transparenz

Unternehmen, Bereiche, Teams und MitarbeiterInnen stellen sich jeweils OKR auf. Jedes einzelne dieser Ziele ist für jeden zu jeder Zeit einsehbar. Die Ziele der Geschäftsführung sind genauso transparent wie die des Marketing-Teams und genauso wie die der Einzelperson. Dadurch ist ebenfalls klar ersichtlich, wer wie welches übergeordnete Ziel unterstützt. Als Folge daraus wird die Ausrichtung jedes Teams sichtbar. Damit erhalten Teams und MitarbeiterInnen Anknüpfungspunkte an ihre Kollegen. Sie erkennnen transparent, wenn mehrere MitarbeiterInnen und Teams den gleichen übergeordneten Zweck verfolgen. Daraus können sich neue Netzwerke und Synergien im Unternehmen ergeben, die Silos Stück für Stück für mehr Kooperation öffnen.

Innovation und Weiterentwicklung

Die Freiheit über die eigenen Ziele zu entscheiden kombiniert mit der Klarheit, dass die Ergebnisse zählen, führen zu mehr Freiraum in der täglichen Arbeit. Dieser Freiraum unterstützt dabei eigene, neue Ideen und Wege zu entdecken, die das angestrebte Ziel vorantreiben. Innovative Lösungen und Mut Neues auszuprobieren sind die Folge dieser Freiheit. Weiterhin gilt, je internaler die Motivation für die alltäglichen Aufgaben ist, desto eher entwickelt sich der Einzelne in diesen Gebiet weiter. Das gilt für MitarbeiterInnen, für Teams, für Bereiche und genauso für das ganze Unternehmen.

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