IT-Fachkräftemangel mit werte-basiertem Matching begegnen
Trend der offenen IT-Stellen bis 2018

IT-Fachkräftemangel mit werte-basiertem Matching begegnen

Nach einem Bericht des Digitalverband Deutschlands bitkom, ist der Anteil offener IT-Stellen in Deutschland von 2017 auf 2018 um 49% gestiegen. Ein Trend, der seit 2013 ungebrochen anhält und seinen aktuellen Höhepunkt bei 82000 offenen Stellen erreicht hat. Die Gründe dafür können vielfältig sein. Klar ist, dass inbesondere Software-Entwickler händeringend gesucht werden.

Entwickler-Mangel als Wachstumsbremse

Unbesetzte IT-Stellen verhindern Innovationen und deren Umsetzung. Software-Unternehmen können trotz guter Auftragslage neue Projekte nicht umsetzen und trotz solider Finanzierung Produkte nur langsamer als gewünscht realisieren.

Hohe Fluktuation als Hinweis

Gleichzeitig besteht insbesondere im IT-Bereich eine hohe Fluktuation von Mitarbeitern. Entwickler, die nach 2-3 Jahren den Arbeitgeber wechseln, sind keine Seltenheit. Während ein Entwickler innerhalb kurzer Zeit einen neuen Job finden kann, steht das Unternehmen vor einer größeren Herausforderung. Es muss in dieser Situation im schlimmsten Fall einen produktiven, gut eingearbeiteten Mitarbeiter ersetzen. Es muss Zeit und Geld für das Recruiting und die Einarbeitung investieren und trägt dazu noch das Risiko, dass ein neuer Kandidat gleich mehrere Bedingungen erfüllen muss. Er muss passende Fähigkeiten und Kenntnisse, ähnliche Wertvorstellungen aufweisen, ins Team passen und bereit dazu sein sich auf das Unternehmen einzulassen.

Gehalt und Glück am Arbeitsplatz

Entwickler können den Fachkräftemangel als Chance für sich begreifen. Der offensichtliche Vorteil ist dabei die Möglichkeit, mehr Gehalt zu verhandeln. Obwohl das ein starker Faktor ist, können Entwickler die aktuelle Marktlage für sich auch auf anderen Wegen nutzen: Sie können sich deutlich freier als je zuvor das für sie passende Unternehmen aussuchen. Sie können selbstbewusster ihren Arbeitsalltag gestalten und ein Umfeld erschaffen und einfordern, welches ihren ganz persönlichen Werten entspricht. Unternehmen auf der anderen Seiten können daraus lernen, wie sie ein angenehmes Arbeitsumfeld schaffen können. Denn ob ein Entwickler durch einen Kickertisch, einen Obstkorb, die neuesten Technologien, einen hohen Remote-Arbeitsanteil oder ausgezeichnete Weiterbildungsmöglichkeiten seine Erfüllung findet, ist eine individuelle Angelegenheit. Während der eine sein persönliches Glück im steten Austausch mit seinen Kollegen im Großraumbüro findet, findet ein anderer seinen perfekten Arbeitsplatz an 4 Tagen in der Woche in seinem ganz privaten Tunnel im Homeoffice.

Werte-Basiertes Matching

Werte und Einstellungen sind der Hebel, mit denen sich Unternehmen voneinander unterscheiden und voneinander absetzen können. Während die harten Fakten über Technologien von Unternehmen zu Unternehmen relativ austauschbar sind, ist die Unternehmens-Kultur der Faktor, der darüber entscheiden kann, ob der neue Entwickler sich auch für die nächsten 5 Jahre im Unternehmen wohl fühlen wird oder ob er sich nach einem Jahr bereits nach einer neuen Stelle umschaut.

Was also helfen wird, ist bei der Suche nach neuen Entwicklern von Anfang an die Werte und die tatsächlich gelebte Unternehmenskultur in den Vordergrund zu stellen. Herzlose Stellenanzeigen, die 5 Must-Have-Skill und 8 Nice-To-Haves aufzählen, sagen wenig über den Arbeitsalltag aus. Die Herausforderung der Zukunft wird sein das Matching zwischen Unternehmen und Bewerben von einem Skill-Abgleich auf eine andere Ebene zu haben. Eine Ebene, bei der der Mensch im Mittelpunkt steht und nicht der Entwickler als Ressource.

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